Unser Sonntagsfrühstück am 17. Juni 2012


Nach dem schmackhaften Frühstück, gesponsert von unserem Hans Wagner, dem Österreicher unter den Elektrikern – es gab u. a. scharfen und normal gewürzten „Leberkas“ – bekamen wir, bei leider zu geringer Beteiligung an Mitgliedern einen hoch interessanten, politisch brisanten Vortrag von zwei Exilchinesinnen zu hören.  

Eine zierliche sympathische Lea Zhou stellte das Thema „China, das Land der Gottheiten und deren göttlich inspirierten Kultur“ vor. Sie selbst ist Chefhttp://www.epochtimes.de/thumb/topstory/IMG_1243g_mb_new_new.jpgredakteurin der deutschen Ausgabe der Zeitschrift „Epoch Times Europe“ aus Peking (wird in zehn Sprachen übersetzt). Die Vortragende lebt seit 1989 in Deutschland mit ihren Eltern, studierte Germanistik hier. Auf mich machte sie einen recht informierten Eindruck über das Weltgeschehen, respektive ihr Heimatland. So wird diese unzensierte Zeitung unter großen Schwierigkeiten nur in Hongkong vertrieben, im sonstigen Festland China ist sie verfemt. Redakteure werden verfolgt, bedroht, eine Art STASI bewacht dort sämtliche Medien, sogar das Unternehmen Google wurde dort von den staatlichen Behörden vom Markt verdrängt.

Für mich beeindruckend war die Information der Vortragenden, dass schon eine Art Yoga Entspannungsübung, ausgeübt in der Öffentlichkeit, sofort von Zivilpolizisten unterdrückt wird. Der Künstler und Regimekritiker Ei Wei Wei wird in seinen Aktivitäten behindert, gefoltert und ins Gefängnis gesteckt. Er fordert z. B. die Versöhnung des Staates mit dem Volke. Da sind wir schon beim Thema „Chinesische Kultur“. Eine 5000 Jahre alte Hochkultur sei noch nie untergegangen, weder durch Japan noch durch mandschurische Dynastien. Davon zeugen auch die teilweise Jahrtausend alten Schriftzeichen, die alle eine eigene Bedeutung haben.

 

 

Grundpfeiler der chinesischen Kultur sind der Konfuzianismus nach Konfuzius, der Buddhismus und der Daoismus. Laotse ist ihr Gründer. Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit, in der Ruhe liegt die eigene Kraft, Glaube an die Reinkarnation, Einheit von Mensch und Himmel, jeder soll sich moralisch erneuern, ein geordnetes Familienleben ist die Grundlage des Staates und führt zu deren Gesundung. Diese Werte seien im jetzigen China nicht mehr zu finden. Man beruft sich recht lange auf Karl Marx, seit der sog. Kulturrevolution 1949 will man das Alte zerstören.

Die sog. „chinesische Renaissance“ basiert dann auf Belebung der 5000-jährigen Kultur, z. B. durch Tanzdarbietung Shen Yun Performing Arts, ausgeübt mit besonderen Instrumenten wie Pipa und Erhu, eine Art Geige, durch Theatervorstellungen. Alles dient der inneren ethischen Erneuerung (Buch: Die Pilgerfahrt nach dem Westen, Suche nach der Weisheit).

Am Rande ein unnatürliches Bild: In der chinesischen Stadt Guandong ist die österreichische Stadt Hallstadt originalgetreu nachgebaut worden. Alle Mitglieder hörten mit Begeisterung und regem Interesse den Worten des chinesischen Vortragsgastes.
Ein gelungenes Kulturfrühstück.

Helmut Paulus /
(29.06.2012 Erna Weimann)

Foto: Eine Zeitung unserer Epoche - „The Epoch Times

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