Auf der Donau nach Wien - ein Reiseerlebnis

Vor der Abfahrt in Passau Karin R. Angele K. Die Berliner Passau P1010330 Warten auf die Abfahrt P1010332 Es geht los P1010334 P1010335 P1010336 P1010337 Stift Engelszell Stift Engelszell Trappistenbruder Stift Engelszell, einziges Trappistenkloster Österreichs Stift Engelszell Stift Engelszell Stift Engelszell Stift Engelszell Stift Engelszell Ablegemanöver P1010347 P1010348 Stift Engelszell Stift Engelszell An Bord An Bord Stift Engelszell Der Discjockey Schleuse Wallsee/ Donau Auf der Kaiserin Elisabeth Auf der Kaiserin Elisabeth Blick auf das Log Auf der Kaiserin Elisabeth Auf der Kaiserin Elisabeth Auf der Kaiserin Elisabeth P1010355 P1010356 Schlögen Einfahrt Schlögener Schlinge P1010359 P1010360 Schlögener Schlinge Schlögener Schlinge Schlögener Schlinge Schlögener Schlinge Nach der Schlögener Schlinge P1010367 P1010369 P1010370 Gasthof Gierlinger, Obermühl an der Donau Obermühl Obermühl Schiffsleuteempfang P1010374 Obermühl Schiffsleuteempfang Herr Aumüller, Hans Wagner mit Gattin Herr Aumüller, Besitzer des Fischgasthof und Pension, ist Mostsommelier Herr Aumüller,umringt von den Damen Obermühl Schiffsleuteempfang P1010381 Die TZ - Bigband Ybbs Die TZ - Bigband Ybbs Die TZ - Bigband Ybbs Die TZ - Bigband Ybbs Die TZ - Bigband Ybbs Die TZ - Bigband Ybbs P1010388 P1010389 P1010390 Ybbs P1010392 P1010393 P1010394 P1010395 P1010396 P1010397 P1010398 P1010399 P1010400 Melk P1010402 P1010403 Schönbühel-Aggsbach Schönbühel-Aggsbach Schönbühel-Aggsbach Schönbühel-Aggsbach P1010408 P1010409 Wien Wien Stephansdom Stephansdom Präsident W. Götz Präsident W. Götz mit Bruder Präsident W. Götz mit Bruder Präsident W. Götz mit Bruder Präsident W. Götz mit Bruder Günther Götz Rekonstruktion eines Kleides von Kaiserin Sissi P1010421 Rekonstruktion eines Kleides von Kaiserin Sissi Blick aus der Hofburg Blick aus der Hofburg Sissi Museum Stadrat Ludwig, W. Götz Stadrat Ludwig, W. Götz Mitreisende P1010430 P1010431 P1010432 P1010433 P1010434 P1010435 Im Rathaus, Stadrat Ludwig Im Rathaus, Stadrat Ludwig Im Rathaus, Stadrat Ludwig Im Rathaus, Stadrat Ludwig Im Rathaus, Stadrat Ludwig Deckenlampe (Leuchter) Blick Rathaus Im Bundesratsaal Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Historischer Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses Schloss Belvedere Schloss Belvedere Cafe-Restaurant Schloß Belvedere K.u.K. Naturhistorisches Museum P1010454 P1010458 K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum K.u.K. Naturhistorisches Museum Kunsthistorisches Museum Maria Theresien Platz Kunsthistorisches Museum Blick zum Steffl Blick zum Steffl Blick Burgring zum Parlament Hofburg Auf dem Dach vom K.u.K. Naturhistorisches Museum Parlamentgebäude, Votivkirche im Hintergrund Müllverbrennungsanlage Spittelau Auf dem Dach vom K.u.K. Naturhistorisches Museum Auf dem Dach vom K.u.K. Naturhistorisches Museum Im  K.u.K. Naturhistorisches Museum Im  K.u.K. Naturhistorisches Museum Im  K.u.K. Naturhistorisches Museum Im  K.u.K. Naturhistorisches Museum Im  K.u.K. Naturhistorisches Museum jquery lightbox jsby VisualLightBox.com v5.9

 

 

Der Dachverband der österreichischen Vereinigungen in Deutschland (DÖVD) veranstaltete vom 10.-14. Juli 2014 seine Jahresreise von Passau nach Wien.
Aus den Vereinen in der Bundesrepublik Deutschland kamen 80 Teilnehmer nach Passau, so aus Augsburg, Altdorf, Bad Salzuflen, Beckum, Berlin, Erlangen, Frankfurt/M., Fulda, Göppingen, Lauf, München, Nürnberg, Salzgitter und Stuttgart sowie aus Ossiach und Linz/Österreich und aus Johannesburg / Südafrika.
Unter der Leitung unseres Zeitungs- und Webseitenmachers, Hugo Röck, der sich bereit erklärt hatte einen Bus zu mieten, fuhren wir mit unserem Präsidenten Werner Götz und seiner Begleiterin Angelina, Karin und Hugo Röck, Angéle Ksinski und Christine und Hans Wagner, noch etwas verschlafen vom Rüdesheimer Platz um 4 Uhr morgens von Berlin ab.
Hugo fuhr sicher und flott über die Autobahn und hatte auch eine Frühstückspause mit frischen Weißwürsten, Brezeln und Bier im Landgasthof und Metzgerei in Pechbrunn vorgesehen. Beim Chef des Hauses war alles bestellt und so wurden wir herrlich mit Hallo und Kaffee empfangen. Ein empfehlenswerter Ort zwischen den Orten Hof und Weiden, an der Hauptstraße 7 mit guter Metzgerei.
Gestärkt ging es weiter zum Treffpunkt in Passau, wo sich die anderen Teilnehmer in einem Cafe am Donauufer gegen 12 Uhr trafen. Zu uns gesellte sich noch unser Ehrenmitglied Edith Lorenz, die mit der Bahn am Vortag angereist war sowie Marianne Horvart und Fredi Trügler (natürlich mit Zither) aus Ossiach.
Die MS Kaiserin Elisabeth lag am Kai und das Bording ging rasch und reibungslos. Leinen los hieß es und mit einem Glas Sekt ging es auf die erste Etappe der Reise. Die Dreiflüsse Stadt Passau ist der ideale Ausgangspunkt. Das Bistum hatte über Jahrhunderte großen Einfluss und lebte von der Donauschifffahrt. Die barocke Altstadt mit dem Dom, die Veste Oberhaus und die malerische Uferpromenade haben einen besonderen Flair. Heute ist Passau eine lebendige Universitätsstadt mit jährlich fast 2 Millionen Touristen.
Das Mittagessen genossen wir, sanft getragen auf den Wellen der Donau .
Die Donau, der europäische Strom, schlechthin 2.888 km sind es vom Delta am Schwarzen Meer bis zur Quelle im Schwarzwald. Zehn Länder durchfließt die Donau. Wir befahren ein Stück der sog. „Königsstrecke“ zwischen Passau und Budapest. Vorbei an den Schleusen Jochenstein, Burg Krämpelstein, Oberzell, Kasten und Burg Vichtenstein erreichen wir Engelhartszell mit seinem Stift. Das ehemalige Zisterzienserkloster geht auf die Passauer Bischöfe zurück und wird heute von Trappisten geführt. Es ist das einzige Trappistenkloster in Österreich. Bei einer Führung erläuterte ein Mönch Kirchen und Klostergeschichte sowie den Klosterbetrieb, der heute auch sfür Liköre, Käseherstellung und Honig bekannt ist.
Wieder an Bord geht es weiter flussabwärts an Schloss Marbach, der Ruine Haimbach vorbei auf die Schlögener Schlinge zu, eine 180° Kehre von südlicher in nordöstlicher Fließrichtung in ein Engtal. Bewaldete Hänge ragen direkt vom Ufer empor.
Wieder stoppt unser Schiff. In Obermühl gab es einen traditionellen Schiffsleuteempfang mit Blasmusik, Böllerschüssen, Mostprobe, Brot und Salz. Der herzliche Empfang fand großen Anklang und bot Gelegenheit mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, um über die Region im oberen Donautal mehr zu erfahren.
Herr Aumüller, Besitzer des Fischgasthof und Pension, ist Mostsommelier, erläuterte uns das beliebte Getränk. Seine Moste sind unter den besten Österreichs zu finden und in seinem Hause erlebt man oberösterreichische Atmosphäre. Die Schiffssirene ruft, es geht weiter.
Fröhlich gestimmt nach gutem Most nehmen wir unsere Plätze auf dem Schiff wieder ein, winken noch mal zurück zum Ufer und wurden im Anschluß mit einem 4-Gang-Menue verwöhnt.
Durch die Schleuse Aschbach vorbei an Schloss Ottenstein und Neuhaus erreichen wir Linz im Abendlicht. Lentos Kunstmuseum am Donauufer leuchtet in bunten Farben (2003 zum Jahr der Kulturhauptstadt erreichtet). Es umfasst die Sammlungen des 20. und 21. Jahrhundert. Der Pöstlingberg und das Schloss erstrahlen im Lichterglanz.
Nach den vielen Eindrücken erwartete jetzt das Marriott - Courtyard Hotel - in Linz seine Gäste und bot uns eine gepflegte Unterkunft. Gute Nacht hieß die Devise, denn viele der Mitreisenden waren schon 20 Stunden unterwegs.
Bestes Wetter erwartete uns am Morgen und nach einem guten Frühstück ging es gutgelaunt an Bord. Das Gepäck wurde per Bus nach Wien gebracht und so konnte man unbelastet den Tag genießen. Über weitere Staustufen Jochenstein, Aschach, Ottenstein ging es durch den Strudengau, einstmals gefürchteter Abschnitt der Donau mit Untiefen, Strudeln und Felsen. Im September 1894 lief das Schiff mit Kaiser Franz Joseph und seiner frisch vermählten Sissi an Bord, bei Grein auf Grund.
Grein mit seinem historischen Theater und Schloss Greinburg sowie die zauberhafte Landschaft genießen wir vom Oberdeck. Nach einem Imbiss sowie einer geeisten Linzerkugel steuerten wir in den Nibelungengau. Nach der Schleusendurchfahrt Persenbeug erreichten wir Ybbs, ein weiteres Ziel.
Die TZ - Bigband gibt für uns ein Konzert in der Stadthalle. Herzlich begrüßt vom Bürgermeister Scholl, der auf die 700jährige Geschichte der Stadt an der Donau hinwies. Im internationalen Happy - Sound mit weltbekannten Melodien begeisterten die Musiker, hervorragend von seinem Leiter moderierend, die Zuhörer. Ein musikalischer Genuss, der großen Beifall und Dank verdiente.
Von den Höhen grüßte nun die Wallfahrtskirche Maria Taferl und vom Ufer Pöchlarn mit dem Geburtshaus des Malers Oskar Kokoschka.
Es folgte die Einfahrt in einer der schönsten Regionen der Donau, die Wachau. Imposant überragt vom Benediktiner Stift Melk. Die Gegend ist Genießerland, Weltkulturerbe, erholsame Natur, erlesenen Weines und köstlicher Mariellen.
Vorbei an Aggsbach, Spitz, der Wehrkirche St. Michael, Weißenkirchen erreicht das Schiff das pittoreske Dürnstein, die zweitkleinste Stadt Österreichs. Wir gehen von Bord und wandern durch die verschlungenen Gassen, bewundern das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift mit seinem barocken blauen Kirchturm sowie die Überreste der Burg auf der König Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde und sein treuer Diener Blondel ihn singend suchte.
Müde vom Wandern fand Jeder schnell einen Weinhof, genoss den exzellenten Wein aus der Region, einen grünen Veltliner oder einen Blauen Burgunder. Wir wären gerne noch beim Wein geblieben, aber das Schiff musste weiter.
Das Kapitänsessen vom Buffet wartete auf die hungrigen Gäste. Bald saßen alle wieder beieinander. Wein und Marillenbrand lösten die Zungen. Live-Musik sowie Fredi mit seiner Zither erfreuten uns mit bekannten heurigen Lieder und mitsingen war angesagt. Vergnügt fuhren wir in den Abend vorbei und Stein und Krems in die Ebene des Tullner Beckens, passierten mit der Schleuse Greifenstein die Wiener Pforte. In den Ausläufern des Wienerwaldes dann Kloster Neuburg, das Augustiner Stift mit seinen Kunstschätzen.
Gegen 23 Uhr erreichten wir Wien und unser komfortables Arcotel Kaiserwasser In Kaisermühlen an der Alten Donau.
Drei Tage war es nun unser Zuhause. Wieder ging ein langer, interessanter Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende. Jetzt nur noch auspacken und schlafen.

Reiseimpressionen auf der Webseite des Dachverbandes Österreichischer Vereinigungen.

Willkommen Wien! Aufwachen bei Kaiserwetter in der imperialen, kulturellen, pulsierenden Metropole. Es erwartet uns ein Programm mit vielen Höhepunkten.
Ein gut bestücktes Frühstücksbuffet genießen wir in früher Morgenstunde und der Kaffee auf der Terrasse schmeckte besonders gut.
Mit einem Blick auf den Stadtplan geht es zur U-Bahnstation Kaisermühlen und mit einmal umsteigen sind wir schnell am Stefanplatz. Besuchen den Stephansdom, Österreichs wichtigster Dom und weithin sichtbares Wahrzeichen. Das beeindruckende Werk der Steinmetzkunst blickt auf gut 750 Jahre ereignisreicher Geschichte zurück. Der Südturm, mit 136,7 Meter ist der dritthöchste Kirchenturm Europas. Das weihevolle Kircheninnere ist reich mit Kunstschätzen ausgestattet, so das Marmorhochgrab von Kaiser Friedrich III., den Wiener Neustädter Altar die sog. Dienstboten Madonna und die prächtige Domkanzel. Durch das Riesentor gelangen wir aus dem Halbdunkel des Domes beeindruckt ins gleißende Sonnenlicht. Zu Fuß geht es weiter über Graben und Kohlmarkt, vorbei an der Pestsäule, die Kaiser Leopold stiftete und die 1693 eingeweiht wurde. Wir blickten kurz auf das in den 1990er Jahren von Stararchitekt Hans Hollein entworfene Haas-Haus, vorbei an den Nobelgeschäften erreichen wir den Michaeler Platz, der uns zur Hofburg führt.
Hier schlug Österreichs politisches Herz. Mit seinen 240.000 Quadratmetern Baukomplex. Ein Puzzle von 18 Trakten, 19 Höfen und mehr als 2.500 Räumen gebaut vom 13. bis zum 20. Jahrhundert. Hier befinden sich u. a. die Silberkammer, die Kaiserappartements, die Hofburgkapelle, der Reichskanzleitrakt und die Spanische Hofreitschule.
Treffpunkt war der innere Burghof, wo durch Zufall die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister spielte und Werner Götz seinen Bruder Günther, einen der Helikontuba-Spieler traf. Herzliche, freudige Begrüßung
Das persönliche Lebensumfeld der Habsburger, Arbeits- und Wohnräume gaben Zeugnisse der Geschichte. Von der prachtvollen Kaiserstiege bis in die sehr privaten Räume der Kaiserin Elisabeth (heute Sissi-Museum) mit Kleidern, Schmuck und Accessoires, besonders bestaunt von den Damen, gab dies ein beeindruckendes Bild.
Auch hier war die Zeit leider zu knapp und mit eiligen Schritten ging es durch den Volksgarten, der auf der zerstörten Burgbastei angelegt wurde zum Rathaus. Im Grün der Bäume grüßte das in weißem Marmor errichtete Sissi-Denkmal. Der imposante Rathausbau wurde von 1872-1883 nach einem Entwurf von Friedrich Schmidt erreichtet. Der Arkadenhof ist besonders schön und wird im Sommer für Konzerte und Kulturveranstaltungen genutzt. Die Turmspitze des Hauses durfte eigentlich nicht höher als die Votivkirche sein, so wurde eine 3,4 Meter hohe Figur draufgesetzt – der Rathausmann, Symbol des Bürgertum und Schützer.
In den Räumen des Ratskellers wurde die Gruppe vom amtsführenden Stadtrat Dr. Michael Ludwig willkommen geheißen. Er erinnerte an sein schönes Ballerlebnis beim Wiener - Ball der Ö.D.G. in Berlin und die gute Entwicklung der gegenseitigen Kontakte aller Vereine. Er betonte die Wichtigkeit solcher Treffen, bei der neue Verbindungen geknüpft werden und ein enges Band zu den im Ausland lebenden Landsleuten und Freunden besteht. Er wünschte allen einen schönen Aufenthalt in Wien und freue sich über die positive Verbundenheit. Der Präsident des Dachverbandes Werner Götz, dankte mit herzlichen Worten für die Einladung. In seiner kurzen Ansprache wies er auf die Bedeutung des Dachverbandes österreichischer Vereinigungen in Deutschland hin, wobei er auch seinen besonderen Dank an die Herren Dania und Kurz richtete, die die Reise ausrichteten und hervorragend betreuten.
Kulturgut, Heimatliebe, Freundschaften zu pflegen und zu hegen ist Herzenssache und Aufgabe der Vereine. Mit dem Hinweis auf den Wiener Ball in Berlin am Samstag 14. Feber 2015, wo er auf ein Wiedersehen hoffe und mit besonderem Dank an die Stadt Wien für ihre Unterstützung schloss er seine Ansprache und überreichte Dr. Michael Ludwig zwei Bildbände.
Ein Wiener-Buffet mit vielen Schmankerl sowie guter Wein gehörte mit zu dieser Einladung.
Dr. Ludwig stellte sich anschließend noch als sachkundiger Führer durch das weitläufige Rathaus mit seiner Historie, seinen politischen Aufgaben, über Sanierung, über den Ringstraßenbau mit seinen Repräsentationsbauten. Fragen wurden kompetent beantwortet. Eine lehrreiche Stunde, der auch einen politischen Einblick vermittelte.
Über die Ringstraße vorbei am Burgtheater, ging es schnellen Schrittes zum Parlament. Hier hat der dänische Architekt Theophil Hansen (1873-1883) seine Ideen verwirklicht. Die antike Form des Gebäudes krönt die Weisheitsgöttin Pallas Athene vor der Hauptrampe und Brunnen von Bildhauer Carl Kund, als Sinnbild der Ideale der griechischen Demokratie. Auch die großzügige Innenausstattung bleibt der Stilrichtung treu.
In den Räumen tagen der Nationalrat und der Bundesrat, die Organe der Bundesgesetzgebung der Republik Österreich. Nach der Teilzerstörung durch Bombenangriffe erfolgte der Wideraufbau wobei der Sitzungssaal funktionell und modern gestattet wurde, während das äußere Erscheinungsbild weitgehend originalgetreu wieder hergestellt wurde. In dieser historischen Pracht werden heute Reden geschwungen, Gesetze beschlossen, Probleme in Sitzungen und Untersuchungsausschüssen abgehakt. Noch einen Blick auf dieses imposante Gebäude, das zu den architektonischen Perlen der Ringstraßenbebauung gehört, ging es mit Bus oder der 38iger Straßenbahn nach Grinzing/Heiligenstadt zum „Heurigen“ beim „Feuerwehr Wagner“. In diesem Hort der ganz speziellen Wiener Gemütlichkeit fanden wir im Terrassengarten unser Plätzchen. Seit mehr als 330 Jahren ist das Weingut im Familienbesitz, Jahrhunderte alte Tradition steckt in den Eigenanbau Weinen.
Der Gemischte Satz eine Heurigenspezialität mundete vorzüglich und das Heurigenbuffet mit Schmankerl der Saison war ein Genuss. Musik mit Gustav Novatz lies schnell Heurigenseeligkeit aufkommen. Ein wundervoller Abschluss eines kulturell beladenen Tages in entspannter und fröhlicher Stimmung der für einige mit dem obligatorischen „Fluchtachterl“ endete. Mit dem Taxi ins Hotel und dann schnell ins Bett.
Das Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf die Alte Donau gab wieder Kraft zu neuen Taten.
Bei der großen Stadtrundfahrt präsentierte sich Wien in seiner Einzigartigkeit und mit den vielfältigen Attraktionen. Es bietet seinen Besuchern imperiale Pracht, Biedermeieridylle aber auch den pulsierenden Taktschlag der Moderne, geschichtsträchtig und lebendig. Am Schloss Belvedere, von Johann Lucas von Hildebrandt, für Prinz Eugen von Savoyen erbaut, im Bezirk Landstraße, machten wir einen kurzen Halt
Ein weiteres Highlight wurde erreicht, die Ikone des barocken Wiener-Schlosses Schönbrunn, draußen im Villenbezirk Hietzing. Der sonnengelbe Schlosskomplex ist das Ergebnis eines massiven Umbaus (1744-1749) von Nikolaus Pacassi und Fischer von Erlach. Bis 1918 war es die Sommerresidenz der Habsburger. Die Prunkräume im Rokokostil mit ihren Ornamenten aus Blattgold, Kristall-Lüster, Spiegel, Seidentapeten, Gemälden und Möbeln, das „Millionenzimmer“ mit Rosenholz getäfelt und mit kostbaren Miniaturen aus Indien und Persien wurden staunend wahrgenommen. Ganzi m Gegensatz dazu die spartanischen Arbeits- und Schlafräume Kaiser Franz Josephs. Architektonischer Überschwung beflügelte die Bauherren und mit den Parkanlagen mit Brunnen und der Gloriette wurde ein unvergleichliches Ensemble geschaffen.
Ein kurzer Regenguss gab Gelegenheit einen Kaffee zu genießen. Nochmals in die Innenstadt zum Naturhistorischen Museum. Ein Bau in Neu-Renaissance. In 39 Sälen birgt es die größte naturwissenschaftliche Sammlung Europas. Über 4 Geschosse, zwei Innenhöfe einen großen achteckigen Kuppelturm mit vier kleinen Nebenkuppeln erstreckt sich dieser prachtvolle Bau. Die Reisegruppe hatte aber ein besonderes Ziel, das begehbare Dach des Hauses. Ein Erlebnis, Wien aus der Vogelperspektive: Die Innere Stadt lag uns mit all ihrer Pracht zu Füßen. „Fototime“ war angesagt und das bei bestem Licht. Anstrengend der Aufstieg aber lohnend!
Am frühen Abend trafen sich alle im Herzen von Wien, im „Augustiner Keller“, bei Wein, Wiener Küche und Heurigen Musik in einem Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert.
Viele Mitreisende waren aber auf das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft programmiert und das war mit Wiener Gemütlichkeit nicht vereinbar.
Also ins Hotel und zum Bildschirm. Die Schreiberin des Berichtes und Karin und Hugo Röck genossen nun zusammen mit dem Heurigen-Sänger bei Wein diesen Kellerabend noch längere Zeit und wanderten vergnügt durch das nächtliche Wien.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von einer sehr schönen Reise, die uns eine Unzahl neuer Eindrücke vermittelte, manchmal etwas stressig aber an die sich die Mitreisenden noch lange erinnern werden und zu Hause Eindrücke und Fotos sortieren.
Dank dem Dachverband für diese tolle Reise.
Angèle Ksinski

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