Weihnachtsfeier in unserem ÖDG-Vereinsheim

Um 13:00 Uhr kamen sie: Die Jungfamilien und ihre Kleinkinder. Aufgabe:
Plätzchen backen, Vanillekipferln in den Ofen, Weihnachtsbaum aufputzen.
Mit viel Eifer und Ehrgeiz waren Marlene, Benedikt und Elias dabei. Nach
so viel Arbeit schmeckten die Wiener Würstel besonders gut.
Althergebrachte und moderne Weihnachtslieder machten die Arbeit noch
leichter. Pünktlich war der Raum geschmückt und die Bunten Teller mit den
selbstgebackenen Keksen – kleine Kunstwerke mit Schokoladenüberzug und
Zuckerguss – standen bereit.
Der Weihnachtsbaum und der Raum waren wunderbar geschmückt; später
kam auch die wunderschöne Krippe (gestellt von Präsident Werner Götz)
hinzu. Um 16:30 Uhr begrüßte Präsident Götz die Anwesenden Mitglieder
und Gäste zu dieser familiären Weihnachtsfeier – zum ersten Mal seit langer
Zeit ohne Chor der Österreicher, der wegen zu weniger Stimmen passen
musste. Das gemeinsame Singen wurde durch Rudi Auer auf der Quetschen
(Ziehharmonika) unterstützt.
Es wurde nicht nur gemeinsam gesungen. Ein Weihnachtsquiz forderte die
Anwesenden heraus: Es sollten verschiedene vorgegebene Passagen dem
richtigen Weihnachtslied zugeordnet werden. Dazu wurden die Anwesenden
in vier Gruppen aufgeteilt. Nach Auswertung der Antworten stellte
Brigitte Mannigel mit ein wenig Erstaunen fest: Die Gruppe der JÖDIS hatte
keinen einzigen Fehler!
Generalkonsul, Regierungsrat Stefan Hochmuth überbrachte den Gruß von
Botschafter Dr. Alexander Marschik und beklagte das noch nicht Vorhandensein
des weihnachtlichen Gefühls. Viel zu viel Trubel, der Weihnachtsstress
läuft dem Adventsgedanken – die Zeit bis Heiligabend ist ja die Zeit
der Erwartung und Besinnung – zuwider. 2026 wird eine Gebührenerhöhung
für Pässe, Personalausweise, Dokumente bringen. Er erinnerte die
Anwesenden auch daran, dass die Zeit für den Umtausch der Fahrerlaubnisse
– auch der österreichischen – läuft. Der Bezirksstadtrat Matthias
Steuckardt bietet den Anwesenden an, sich hierzu auch gerne an das
Bezirksamt Schöneberg-Tempelhof zu wenden.
Besinnliche Worte zur Weihnacht fand Präsident Götz: Warum feiern wir
Weihnachten? Können wir nach vielen Verfehlungen sündiger Priester und
Pfarrer das noch? Die Christen feiern Christi Geburt und den Glauben
daran. Weihnachten ist nach Ostern das wichtigste christliche Fest. „Oh Du
fröhliche …“ ertönte von allen im Raum.

Einige stimmungsvolle Weihnachtsgeschichten wurden vorgetragen.
So von Christina Labschütz im niederösterreichischen Dialekt.
Ella Gondek erzählte die Geschichte eines Weihnachtsbaumständers
mit Spieluhr, der durch eigenständiges Verhalten am Heiligabend
chaotische Verhältnisse schuf.
Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Tempelhof-
Schöneberg, Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt, beklagte auch
die fehlende Besinnlichkeit in der Vorweihnachtszeit, auch befördert
durch die furchtbaren politischen Schlagzeilen und die vorzeitige
Weihnachts-Reklamen. So erleben wir hier eine familiäre
Feier in unserem Kreis. Er erwähnte auch die Auszeichnung des
Bezirks für Präsident Götz für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit
im Bezirk und die langjährige Freundschaft zwischen Österreich
und dem Bezirk.
Brigitte Mannigel trug „Das neue Krippenspiel“ vor:
Es ist integrativ und weltlich. Es enthält keine Tiere mehr, um
dem Tierwohl Rechnung zu tragen.
Die Weisen sind nicht mehr enthalten, weil sie Einwanderer sein
könnten und einer von ihnen schwarz ist (Rassendiskriminierung,
Fremdenfeindlichkeit)
Es enthält keine Maria mehr, weil Feministinnen sagen, dass das
Bild einer Frau nicht ausgenutzt werden darf. Der Zimmermann
Josef ist nicht dabei, weil die Gewerkschaft es nicht zulässt.
Das Jesuskind wurde entfernt, weil es sein Geschlecht noch nicht
bestimmt hat, ob es ein Junge, ein Mädchen oder etwas anderes
sein möchte.
Es enthält auch keine Engel mehr, um Atheisten, Muslime und
andere religiöse Überzeugungen nicht zu beleidigen.
Schließlich haben wir das Stroh entfernt, weil es eine Brandgefahr
darstellt und nicht der europäischen Norm NF X 08 07 entspricht.
Übrig bleibt nur die Hütte aus recyceltem Holz, das aus Wäldern
stammt, die die ISO-Umweltnorm erfüllen.
Früher war alles gut, heute ist scheinbar alles besser.
Aber es wäre noch besser, wenn alles wieder gut wäre.
Heinz Erhard
Zum Schluss der doch gelungenen Veranstaltung wurde das
bekannteste Weihnachtslied mit Andacht und Freude gesungen:
„Stille Nacht, heilige Nacht“.
Dank vor allem „unserem Elektriker“ Hans Wagner, der es sich
nicht nehmen ließ, auch heuer Leberkäs aus Niederösterreich zu
spendieren. Leberkäs, Semmeln und Krautsalat hatten guten
Zuspruch!

Euer Helmut Paulus